
Im Mittelalter bildetendie Herrschaften Arconciel (rechtes Ufer der Saane) und Illens (linkes Ufer derSaane) eine strategische Einheit entlang der Saane. Archäologische Funde deutendarauf hin, dass eine einfache Brücke die beiden befestigten Orte verband undso die Kommunikation und Kontrolle zwischen den beiden Gebieten erleichterte.Heute sind keine sichtbaren Spuren davon erhalten, aber ihre Existenz zeugt vonder funktionalen und defensiven Bedeutung des Tals. Die Stadt Illens, die im13. Jahrhundert um ihre Burg herum gegründet wurde, gehörte zu denmittelalterlichen «neuen Städten», die zur Überwachung des Saane-Tals und zurKontrolle der Handelswege geschaffen wurden. Obwohl ihre Entwicklung begrenztblieb und sie nie mit Freiburg konkurrieren konnte, spielte ihre Burg einezentrale Rolle: Sie schützte den Ort, überwachte die Überquerung des Flussesund erhob Steuern auf Waren (Holz, Getreide, Wein, Salz und Stein). Die Saanewar nicht durchgehend schiffbar: Ihre tiefen Schluchten und ihre starke Strömungmachten es notwendig, die Fahrten zu unterbrechen. Illens war daher ebenso wieArconciel oder Freiburg ein wichtiger Umschlagplatz. Die Zerstörung der Burgund der Stadt im Jahr 1474, während der Burgunderkriege beendete dieseFunktion. Heute erinnern die Ruinen von Illens und die Erinnerung an einevergessene Brücke an die Rolle dieses Tals als Verbindung zwischen Burgen undmittelalterlichem Handel.
Quellen:
- Vereinigung des Schlosses Illens
- Entrennes Fribourgeoises, 1894
- Chronik von Tschachtlan, 1470
- La navigation sur la Sarine, Jeanne Niquille
